Wandern

24h-Wanderung – die Challenge kann beginnen

Caro auf den letzten Metern
Caro auf den letzten Metern

Am 1. Mai starteten wir morgens los in Richtung Rheinland Pfalz. Knappe 500 km lagen vor uns. Das wird ja wohl zu schaffen sein. Gemütlich und entspannt fuhren wir nach einer erholsamen Nacht auf der Autobahn entlang. Naja die Entspanntheit verfolg nach dem ersten Stau ziemlich schnell. Schritt für Schritt kamen wir mühsam voran. Langsam bekamen wir Zeitnot, denn eigentlich sollten wir bis spätestens 14.00 Uhr am Treffpunkt erscheinen. Das Navi gab uns immer spätere Zeitpunkte an.

Oh man…. das fing ja gut an.

Nach geschlagenen sieben Stunden trafen wir in Bernkasel-Kues ein. Der Bus hatte schon den Motor an. Man o man jetzt auch noch schnell das Zeug aus dem Auto und in den Bus.

Endlich (erholsam) sitzen!

Nun saßen wir im Bus Richtung Moselsteig. Hier sollten wir (Blogger) uns gegenseitig etwas näher kennen lernen und den Steig besichtigen können. 30 min Busfahrt war jetzt angesagt. Neben einem DextroEnergie-Riegel ließ ich alles erst einmal auf mich wirken, denn dazu hatte ich bisher keine Zeit. Das Moseltal hat nämlich eine sehr schöne Landschaft und vergangener Stress steckte noch in jeder einzelen Zelle meines Körpers.

Karin von den wanderreporter gab uns unterwegs noch ein paar Info´s für die kommenden Stunden und Tage.

„Aussteigen bitte“. Nach der kurzen Busfahrt ging es los auf den Moselsteig. Man merkte ziemlich schnell, dass man sich unter einer Horde von Bloggern befand, denn das Blitzlichtgewitter begann schon nach zwei Metern.

Was hat eine gelbe Muschel mit Wandern zu tun?

Ja mittlerweile weiß ich genau, dass dieses Motiv zum Grundwissen gehört. Doch vor der Wanderung kannte ich die gelbe Muschel noch nicht. Wir liefen eine Weile und immer wieder tauchte diese gelbe Muschel auf. Ich frug einfach Karin, was dieses Zeichen zu bedeuten hat. Nach einer kleinen Erklärung war ich auch wieder schlauer, denn diese gelbe Muschel ist das Symbol für den Jakobsweg. So nun wusste ich auch wieder etwas mehr.

Wir wanderten eine sehr gemütliche Runde des Moselsteiges bis zur einer alten verlassenen Burg. Hier wurden wir überrascht.

Moselwein, ja das ist fein.

Der Allgäuer würde Bortzeit sagen, denn wir wurden mit reichlich vielen Häppchen an süßen und herzhaften Dingen überrascht. Auch der leckere Moselwein durfte hier nicht fehlen. Die Atmosphäre war richtig klasse und man konnte sich untereinander recht gut austauschen.

Nach einer ausgiebigen Pause begangen wir wieder den Abstieg. Eine Spitzkehre nach der anderen. Hier wäre ich am liebsten mit meinem Mountainbike runter gebrettert. Aber wir wollten ja unser Projekt nicht zu nichte machen.

Mosel
Mosel

 

Wandern war das Motto für dieses Wochenende.

Von unserem netten Busfahrer wurden wir wieder abgeholt und direkt am Hotel abgeliefert. Nobler Service kan man dazu nur sagen.

Es blieb Zeit für eine sehr kurze Dusche, aber nicht mehr, denn wir trafen uns mitten in Bernkasel-Kues zur Stadtwanderung mit dem „Doktor“. Diese Stadtführung war sehr einfallsreich und einzigartig. Und was natürlich nicht fehlen durfte war der gute alte Moselwein.

Es war sehr nett einen kleinen Einblick über die Historie der Stadt zu erhalten.

Zum Abschluss des Abends gingen wir alle noch gemeinsam essen.

Jetzt wird es ernst.

Nächster Tag – neue Herausforderung. Jetzt war es endlich soweit. Wir sollten in die Spähren der Wanderer eintauchen. Die Aufregung stieg in mir immer mehr und mehr. Um elf Uhr hörten wir den Startschuss.

Ca. 150 Teilnehmer liefen bei der 24h-Wanderung mit.

laufen

Eine unglaubliche Masse und wir mittendrin. Das absolute Gemeinschaftsgefühl kam in mir hoch. Alle wollten in das selbe Ziel.

Die Krankheit schränkt ein.

Leider musste Moritz mit einer noch nicht ganz auskurierten Grippe an den Start. Somit haben wir unser Ziel auf die erste Schleife gesetzt (ca. 43 km). Ein ganzer Schwall voller wanderbegeisterter Menschen lief an der Mosel entlang. Bis zur ersten Stempelstation verteilte sich die Masse relativ schnell.

Knapp zehn Stempelstationen waren zu bewältigen, bis die größte und erste Schleife geschafft war. Wir waren voller Motivation und Tatendrang unser gestecktes Ziel zu schaffen.

Start
Start

 

Mit der Zeit merkten wir, dass auch trotz Training, unsere Muskeln für das Wandern nicht ausgelegt waren. Man glaubt es kaum, aber für das Biken werden tatsächlich andere Muskelgruppen angesprochen.

Gemeinsam bewältigten wir die 35 km. Dann war es leider soweit. Moritz scheiterte an seinem Gesundheitszustand. Mir war auch sehr danach einfach das Handtuch zu werfen und meinen Füßen den Frieden zu gewähren. Doch ich wollte das Ziel für uns erreichen.

Mit letzter Kraft ins Ziel.

Die letzten Kilometer lief ich allein. Musikstöpsel ins Ohr und weiter. Ich lief und lief und lief und lief…. Die vorletzte Stempelstation war erreicht. Ich holte mir meinen Stempel und stiefelte sofort weiter, denn eine Sitzpause wäre in diesem Moment fatal gewesen.

 

los gehts

Die Schule war schon in Sicht – mein Ziel. Moritz wartete dort schon auf mich. Ich sank auf die Bank in der Turnhalle der Schule und war erleichtert, dass es endlich vorbei war. Meine Füße brannten wie Hölle. Es fiel mir wahnsinnig schwer wieder aufzustehen, denn alles schmerzte.

Aber es zählte nur eins: WIR HABEN ES GESCHAFFT!

Die 24h-Wanderung war für uns eine echte Herausforderung. Wir haben viele Erfahrungen und Grenzen spühren dürfen, sowie viele neue Leute kennen gelernt. Vielen Dank an:

Bunterwegs

Erfolgsmatrix

Fotografische Reisen und Wanderungen

gehlebt

Hiking Blog

Reisemeisterei

Wanderreporterin

Wellspa-Portal

Und natürlich alle die wir vergessen haben (wir aktualisieren natürlich).

Es war spitze. Aber jetzt schwingen wir uns erst einmal wieder auf unsere Bikes.

Liebe Grüße

Eure Caro

7 Gedanken zu „24h-Wanderung – die Challenge kann beginnen“

  1. Karin sagt:

    Lieber Moritz, liebe Caro, super, dass Ihr dabei ward! Und klasse, dass Ihr es so weit geschafft habt. Hoffe, Deine Grippe ist wieder weg Moritz… und Ihr vielleicht doch nochmal zum Wandern in unsere Region kommen werdet, dann aber moderat 🙂
    Alles Liebe, Karin

  2. Elke sagt:

    Hallo ihr Gipfelstürmer

    toll beschrieben und mit total schönen Bildern unterlegt. Und ja, die Muskeln beim radfahren sind völlig andere als beim wandern. Aus unserem Sportstudio sind viele 100te von km auf Rädern unterwegs und mühen sich beim wandern hoffnungslos ab 🙂

    Ich wünsche euch noch eine rasante Zeit und viel Spaß beim biken
    LG Elke

  3. Pierre sagt:

    Hallo ihr Gipfelstürmer,

    bin durch Zufall auf eure Seite geraten und muss euch wirklich ein Kompliment machen, eine tolle Seite mit sehr schönen Berichten, die Lust auf mehr machen!

    Viele Grüße
    Pierre

    1. Caro Lipp sagt:

      Hallo lieber Pierre,

      wow danke für dein mega tolles Feedback. Das pusht uns sehr.

      Wir freuen uns sehr dich als Leser gewonnen zu haben.

      Ganz viele liebe Grüße

      Caro + Moritz

  4. Stefan sagt:

    Toller Bericht, der richtig Lust auf eine Wandertour am Moselsteig macht. So eine 24 h Wanderung würde ich mir noch nicht zutrauen, da ich in den letzten Urlauben erst mit dem Wandern in Südtirol begonnen habe und habe großen Respekt vor so einer Leistung. Ich möchte aber eh in Zukunft einige Wandertouren in Deutschland machen und finde den Moselsteig von der Landschaft schon reizvoll.

    1. Caro Lipp sagt:

      Danke! 🙂 Es war aber auch für uns eine riesige Herausforderung. Wir sind ja eigentlich aus der Bike- und Skiszene. Aber alle guten Dinge fangen irgendwo mal an. 🙂 Eine Wanderung am Moselsteig ist sehr zu empfehlen.

      Lass mal was von dir hören, wie es dir bei deiner Wanderung am Moselsteig ergangen ist.

      Viele Grüße 🙂

      Caro

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *